|
Asyl für Münchner Löwen
am Hofgarten-Palais
Nach dem Motto, der Papst kommt die Löwen gehen, findet in den nächsten Tagen eine zwar unfreiwillige, aber dafür spektakuläre Löwenparade statt. Denn jetzt geht´s den bunt bemalten Leos der Münchner Innenstadt an die Mähne. Aufgrund des Papstbesuches müssen nicht nur die Zeitungsständer, Abfalleimer, Fahrradständer und Blumentröge aus dem Zentrum entfernt werden - auch 100 fröhliche Leo-Figuren sollen seiner Heiligkeit weichen.
Keine leichte Aufgabe für die Macher der Münchner Löwenparade. Alle betroffenen Leos sollen inklusive Betonsockel sanft, mittels Kran auf Lastwagen gehievt und an einen weniger sensiblen, „papstfreien“ Bereich verbracht werden. Und nachdem man die Leos nicht einfach irgendwo abstellen wollte, machten die Organisatoren aus der Not eine Tugend. Sie beantragten bei zentrumsnahen Firmen und öffentlichen Stellen „Asyl für die Löwen“. Ziel war es einen schönen, attraktiven Standort zu finden, eine kleine Parade zu inszenieren und außerdem Geld für hohe Transportkosten zu sparen. Immerhin betragen die Kosten des Umzugs die von den Löwenbesitzer und vom Leo-Verein getragen werden, ca. 7.500,- Euro.
Max-Josef Kirchmaier, der Projektleiter der Leo-Parade aktivierte alle Löwenbesitzer. Einer davon erhörte sofort seine Bitte. Die Bayerische Bau und Immobilien Gruppe (BBIG), ein Unternehmen der Schörghuber Unternehmensgruppe stellte unbürokratisch sein Grundstück am Hofgarten-Palais in der Marstall-Strasse 11, Ecke Karl-Scharnagel-Ring, für die Sonderausstellung der Löwen zur Verfügung. Eine bessere Adresse, gleich vis-a-vis der Bayerischen Staatsregierung ist für die löwenstarken Botschafter sicher nicht mehr zu finden. Und auch das Bayerische Kultusministerium unterstützte die Asylsuche. Es bietet auf seinem Eingangsareal Platz für weitere 10 Löwen.
Also, eine rundum gelungene Lösung und ein weiteres kleines Highlight für Löwenfreunde und interessierte Besucher, die es vom 7. bis 14. September 2006 zum Hofgarten-Palais ziehen dürfte.
|
|
 |
|